fraeulein meyer und ihr gewissen

Mittwoch, 1. Februar 2006

fräulein meyer: barbie und ihre freundin

aus ermangelung an sinnvollen tätigkeiten, habe ich mich dazu entschlossen, einen bummel durch die stadt zu machen. so komme ich an die frische luft, finde vielleicht ein nettes t-shirt oder ein paar schuhe und kann mich nebenbei noch über leute lustig machen, die ihr leben aus den falschen gründen lieben: blondierte, goldgelb getoastete junge frauen, die in der einheitskleidung der saison und creolen im ausmaß von frühstückstellern in den ohren ihre freundinnen begrüßen und dabei aussehen, als umarmten sie ihr spiegelbild. worüber sie wohl reden? ‚ich habe neulich im fitnessstudio’ – natürlich gehen sie ins fitnessstudio, um ihre perfekten körper perfekt in form zu halten – ‚einen süßen typen kennen gelernt. der hat einen tollen knackarsch!’ – natürlich hat er einen tollen knackarsch, mit schwabbelärschigen menschen reden diese mädchen doch nur, wenn sie „chef“ heißen oder ihnen die bachelor-arbeit schreiben – ‚wir treffen uns öfter. daraus wird bestimmt mehr!’ – natürlich wird daraus mehr, zumindest bis er sie ins bett bekommen hat. entweder wird er sich in sie verlieben und sie werden heiraten und perfekte kinder zeugen, oder sie wird zwei wochen später einen neuen knackarsch in der disco kennen lernen.
„mensch bist du oberflächlich!“ – „halt die klappe.“ – „hey, sei froh, dass du noch ein gewissen hast.“ – „na gut, ich werde es dir beweisen.“
ich postiere mich aus strategischen gründen also vor pimkie und warte auf versuchsobjekte, an denen ich mir selbst beweisen will, dass ich nicht oberflächlich bin, sondern recht habe. natürlich muss ich nicht lange warten bis mir zwei besonders prachtvolle exemplare begegnen. es bleibt mir nichts anderes übrig, als mich barbie und ihrer billigen imitation petra an die fersen zu heften. „gehen wir nachher noch ins fitnessstudio?“ ha! hörst du das, gewissen? „ja. danke, dass du mich ablenkst. dann muss ich wenigstens nicht ständig an meine oma denken. sie fehlt mir so…schnief
scheiße!

Samstag, 28. Januar 2006

fräulein meyer: alte bekannte

was hindert mich eigentlich daran jeden, oder zumindest jeden zweiten tag mit jungen leuten in meinem alter feiern zu gehen, cocktails zu schlürfen, der salonfähig gewordenen promiskuität zu frönen, sprich: einfach nur spaß zu haben?
„ich!“ – „was? wer spricht da?“ – „na ich, dein gewissen.“ – „du kannst mich nicht daran hindern. hedonismus ist doch längst gesellschaftsfähig.“ jetzt habe ich es dem doofen gewissen aber gezeigt. „da hast du die rechnung aber ohne mich gemacht.“ – „und wer bist du jetzt schon wieder?“ – „dein konservatives wertesystem. das gewissen und ich sind zwei alte bekannte.“
scheiße!

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